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Korg RADIAS Synthesizer/Vocoder. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
‘MMT’ heißt das neue Wunder
Beim RADIAS von Korg dreht sich alles um den neuen MMT-Tonerzeuger („Multi Modeling
Technology”). Der enthält nicht nur authentische Modelle analoger Wellenformen,
sondern auch zahlreiche Oszillatoralgorithmen und Filter. Für etwas abgedrehtere
Dinge stehen ferner Step- und Modulationssequenzer zur Verfügung. Dieser 24-stimmig
polyphone Synthesizer glänzt mit 2 Insert-Effekten und einem EQ je Timbre sowie einem
Master-Effekt für das schlussendliche Sahnehäubchen. Geniale Oszillatoralgorithmen
Der RADIAS bietet zwei Oszillatoren je Timbre. Oszillator 1 erzeugt nicht nur
modellierte Analog-Wellenformen, sondern auch Formanten, Rauschen sowie alle
angesagten Naturklänge und Samples (PCM-Wellenformen). Die Analog-Wellenformen lassen
sich gewohnt vielseitig modulieren: Pulsbreiten- und Crossmodulation sind wohl
Standard. Die von Korg entwickelte „Variable Phase Modulation” (VPM) geht da schon
einen großen Schritt weiter. Und wem’s nicht fett genug sein kann, der ballt im
„Unison”-Modus bis zu fünf leicht verstimmte Wellenformen zu einem Muskelpaket
zusammen, mit dem man sich überall gnadenlos in die erste Reihe spielt… Oszillator 2
kann 4 modellierte Wellenformen erzeugen und als Ring- bzw. Sync-Partner für seinen
Kollegen herhalten. Aber schon mit einem Oszillator je Timbre sind der Sound-Vielfalt
kaum Grenzen gesetzt, zumal ja auch eine ganze Modulationsbatterie (darunter zwei
definierbare Regler) zur Verfügung steht. Der RADIAS übernimmt einen Großteil der
Modeling-Technologie, die im AL-1 Synthie zum Einsatz kommt. Letzterer ist
Bestandteil des OASYS – und welches Aufsehen der erregt, ist ja hinlänglich bekannt.
Freuen Sie sich also auf lupenreine Analog-Wellenformen, deren Qualität zu keiner
Zeit durch „Aliasing”-Artefakte geschmälert wird.
Doppelfilter mit neuen Ideen
Der RADIAS wartet mit einer Doppelfilterstruktur auf, dank derer man wahlweise zwei
Filter separat, parallel oder in Serie verwenden kann. Filter 1 ist übrigens ein
stufenlos einstellbares „Multimode”-Filter mit LPF, HPF und BPF und der Möglichkeit,
beliebige Zwischenpositionen zu verwenden. Über Filter 2 lässt sich diesem Angebot
dann noch ein Kammfilter hinzufügen. Doppelt gefiltert hält eben besser, könnte man
sagen, zumal sich hier Möglichkeiten auftun, die man sich bislang kaum vorstellen
konnte.
Verstärker mit ‘Wave Shaping’ und viel ‘Drive’
Der Amp-Sektion dieses Synthies geht weit über das Formen der Lautstärke und
Festlegen der Stereoposition hinaus, bietet sie doch Korgs exklusive „Drive”- und
„Wave Shaping”-Schaltung. Mit „Drive” kann man seinen Sounds noch mehr Analog-Wärme
verleihen oder mehr oder weniger brachial anzerren. Die Verzerrungsintensität
bestimmt man über den Pegel der Timbres am Eingang dieses Effekts, was eine weitaus
facettenreichere Dosierung zulässt als bei herkömmlichen Verzerrern. Der RADIAS
bietet 11 „Wave Shaping”-Typen mit mehreren Geschmacksrichtungen, die es auf keinem
anderen Synthesizer gibt.
Kreative neue Hüllkurven- und LFO-Architektur
Mit drei Hüllkurven (EGs) je Timbre können die Tonhöhe, Filterfrequenz, Lautstärke
sowie viele andere Parameter dynamisch beeinflusst werden. Der „klassische”
ADSR-Aufbau (Attack, Decay, Sustain, Release) wurde hier um 5 Wellenformen erweitert,
die man dem „Decay”- und „Release”-Bereich zuordnen kann, um dem betreffenden EG
detailliertere Konturen zu verleihen. Pro Timbre stehen 2 LFOs zur Verfügung, die
sich ebenfalls vielseitig nutzen lassen.
Modulationssequenzer – perfekt synchrone Klangänderungen
Ein „Modulationssequenzer” ist der Nachfahre der Steuerspannung („CV”) bei
Analog-Synthesizern: Hiermit kann man die Parametereinstellungen in abgestuften
Schritten beeinflussen. Die Werte der einzelnen Schritte lassen sich mit den
frontseitigen Reglern einstellen. Pro Timbre stehen 3 solcher Modulationssequenzen zu
je 16 Schritten zur Verfügung, so dass sich selbst anspruchsvollste Klangevolutionen
realisieren lassen.
6 virtuelle Patch-Verbindungen – die große Sound-Freiheit
Die „Virtual Patches” sind die informatisierte Version der Patch-Kabel, die auf den
Korg-Synthies der PS- und MS-Serie zum Einsatz kamen. Da es die Hardware hier nicht
gibt, entfallen auch die damit einhergehenden Einschränkungen. Sie können vielmehr
jede der 11 Modulationsquellen mit dem gewünschten Ziel (von denen es 15 gibt)
verbinden. Dank 6 möglicher Verbindungen pro Timbre lässt sich dieser
Flexibilitätsschub auch voll nutzen.
16-Band-Vocoder
Mit einem Taster lässt sich ein Synthie-Program in einen sensationell flexiblen
Vocoder (und wieder zurück) verwandeln. Mit jenem Vocoder können Sie Synthies zum
Sprechen bringen, „Roboterstimmen” erzeugen und Ihre Stimme bzw. andere Audiosignale
als Modulationsquellen verwenden. Der Vocoder des RADIAS weist 16 Bänder auf, deren
Pegel und Stereoposition separat eingestellt werden können. Mit der neuartigen
„Formant Motion”-Funktion können Sie zudem 7,5 Sekunden lange Audiophrasen (Sprache,
„Doowops” usw.) aufnehmen und in den 16 internen Speichern sichern.
Drumkits für den gehörigen Groove
Der RADIAS enthält 32 Drumkit-Speicher zu je 16 Schlagzeug- und
Percussion-Instrumenten, die separaten MIDI-Noten/Tasten zugeordnet sind. Den
Instrumenten kann man PCM-Drumwellenformen zuordnen und diese dann mit allen
Synthesizerparametern (Filter, Hüllkurven, LFOs und sogar den virtuellen
Patch-Verbindungen) formen.
Leistungsstarke Effektsektion Die Effektsektion des RADIAS umfasst einen 2-Band EQ
sowie 2 Insert-Effekte je Timbre. Auf der Program-Ebene gesellt sich noch ein
Master-Prozessor hinzu. Mit 9 gleichzeitig nutzbaren Effekten bleiben garantiert
keine Wünsche mehr offen. Unter den 30 Effektalgorithmen finden sich Dinge wie Delay,
Chorus, Reverb, Kompressor, aber auch Schmankerl wie ein „Talking Modulator”. Da man
den definierbaren Reglern u.a. zwei beliebige Effektparameter zuordnen kann, steht
auch gekonnten Echtzeiteingriffen nichts im Weg.
Arpeggiator
Der Arpeggiator kann für jedes Program separat konfiguriert und zum Ansteuern eines
oder aller Timbres genutzt werden. Die 6 Arpeggiator-Pattern decken bereits alle
gängigen Figuren ab. Da sie aber bis zu 32 Schritte enthalten können und
Eingriffsmöglichkeiten in die Notendauer and Dynamik bieten, lassen sich damit
unzählige Grooves erzielen. Da wundert es nicht, dass auch die „Swing”-Intensität
sowie der Oktavbereich eingestellt werden können.
Zwei Step-Sequenzer für die Produktion
Der RADIAS enthält 2 Step-Sequenzer (je 32 Steps), mit denen man Musikdaten
aufzeichnen und abspielen kann. So kann man einen Step-Sequenzer z.B. zum Ansteuern
eines Drumkits verwenden, um sofort über ein rhythmisches Fundament zu verfügen. Die
Sequenzschritte sind übrigens achtstimmig polyphon und können demnach komplexe
Akkorde bzw. Grooves erzeugen, die sich durch Drücken nur einer Taste starten und
anhalten lassen Fette Sounds und superschnelle Editierung Ab Werk enthält der RADIAS
256 Programs, 32 Drumkits und 16 „Formant Motion”-Phrasen, die von internationalen
Großmeistern vorbereitet wurden. Die Frontplatte ist mit Reglern und Tastern geradezu
übersät und fühlt sich entsprechend intuitiv und direkt an. Um trotzallem schnell mit
passenden Sounds aufzuwarten, sollten Sie sich von den Schablonen des RADIAS unter
die Arme greifen lassen, die sich mit einigen wenigen Handgriffen gekonnt abwandeln
lassen. Der RADIAS enthält 128 „Templates” für Synthie-Sounds (Timbres), 128 für
Insert- und noch einmal 128 für die Master-Effekte. Damit sparen Sie eine Menge Zeit.
‘RADIAS Sound Editor’ gehört zum Lieferumfang
Wenn beim RADIAS sowieso alles auf Echtzeit getrimmt ist – wozu braucht man dann
noch einen kostenlosen „RADIAS Sound Editor”? Vielleicht nicht zum Editieren, aber
zum Archivieren der Sounds auf dem Mac oder PC ganz bestimmt. Eine einzige
USB-Verbindung mit dem Computer reicht übrigens für die Datenübertragung und die
MIDI-Einbindung aus. (Sie finden diesen Artikel auch mit folgenden Suchbegriffen: )
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