Klavierstimmen - Wie stimmt man ein Klavier mit Hilfe unseres Stimmsets

Hier finden Sie eine ausführliche Anleitung, wie Sie eine Klavierstimmung vornehmen.
Diese Seite ist als informelle Ergänzung zu unserem Stimmset gedacht - ist jedoch auch allgemein gültig.
Stimmset
Zuerst empfehlen wir zu prüfen, welche Stimmhöhe das eingestrichene "a" haben soll. Sie können es auf dem Stimmgerät einstellen und dann mit Ihrem "a" auf dem Klavier vergleichen. Ist die Differenz zur tatsächlich vorhandenen Stimmung nicht allzu gross, empfehlen wir 440Hz einzustellen. Ggf. auch 442 oder 444. Dazu sollten Sie mit den Stimmkeilen die beiden tiefsten Saiten des "a" abdämpfen und so die höchste Saite zum Vergleich nehmen. Ist das Klavier mehr als 4 Hz zu tief, sollten Sie eine tiefere Stimmung nehmen (etwa 438 Hz.). Die Stimmung würde sonst nicht lange halten.

Ist die Stimmlage auf der einen a-Saite mit dem Stimmgerät abgestimmt so stimmen Sie nach Gehör (!) die beiden anderen Saiten des "a" auf diese eine Saite zu. das erfordert ein wenig Übung. Durch drehen des Stimmschlüssels und benutzen der Stimmkeile (es sind ja 3 Saiten pro Ton - beim "nach-Gehör-Stimmen" der zweiten a-Saite müssen Sie die dritte a-Saite mit einem Keil abdämpfen) bringen Sie die beiden Saiten akustisch zur Deckung. Als Kontrolle lassen Sie beiden Saiten zusammen erklingen. Der Ton darf nur lauter sein - nicht anders: Dann stimmts.
Das erfordert ein wenig Übung - nur Mut! Wichtig ist vor allem, dass Sie die Taste laut anschlagen - sonst ist beim nächsten forte die Stimmung wieder "im Keller"... Dann nehmen Sie den Stimmkeil heraus und stimmen die dritte a-Saite nach Gehör - mit der gleichen Technik, wie Sie die zweite a-Saite auf die erste zugestimmt hatten.
Jetzt kommt wieder das Stimmgerät ist Spiel. Prüfen Sie nun den Ton "a" (also alle 3 Seiten) mit dem Stimmgerät. Zufrieden? Dann weiterlesen - sonst den Arbeitsgang wiederholen.

Jetzt können Sie alle Saiten der ersten Oktave auf dieselbe Art wie das "a" stimmen. Die Kalibrierung auf das Stimmgerät fällt natürlich weg - das machen Sie nur mit dem "a". Prüfen Sie dann, ob alle Töne der ersten Oktave zu Ihrer Zufriedenheit klingen - dieser ist der wichtigste Bereich beim Stimmen.
Alles ok? Dann weiter mit der Oktave darüber und dann mit der Okatve darunter. Nach jeder Oktave kontrollieren: Sind Sie zufrieden?

Irgendwann (je nach Qualität des Instrumentes) werden Sie an die Grenzen des Stimmgerätes stossen. Die Anzeige ist einfach nicht genau genug (das ist auch bei wesentlich teureren Stimmgeräten so). Nun müssen sie den jeweils nächst fertig gestimmtem Oktav-ton als Referenz nehmen. Bei korrekter Stimmung müssen auch hier die beiden Töne akustisch verschmelzen. ...aber nur immer die erste Saite eines Tones mit der Oktave stimmen. Die weiteren Saiten (weiter unten am Klavier geht es schneller hier sind nur 2, bzw. sogar nur eine Saite pro Ton) immer nach Gehör stimmen - wie zu Anfang bei dem "a".

Jetzt ist es geschafft! Verbringen Sie nicht zuviel Zeit mit den äusseren Lagen des Klaviers. Machmal schwingen dort die Einzelsaiten schon "in sich" Hier lässt sich dann nur ein "best-of" Ergebnis erreichen.

Klavierstimmer ist ein eigenständiger Beruf. Was kann denn der eigentlich besser, werden Sie fragen?
Nun, es ist sehr viel Erfahrungssache beim Stimmen notwendig. Ein Fachmann kann zb. auch genau den Zustand der Wirbel dahingehend einschätzen, wie weit diese "zu hoch" gezogen werden können. So hält die Stimmung wesentlich länger.

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Wir hoffen, Ihnen mit dieser kleinen Anleitung etwas über die ersten Hürden beim Klavierstimmen geholfen zu haben. Ihr musik-direkt Team.

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Ansprechparter Peter Nohr Peter Nohr pn@musik-direkt.com
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