Johann Sebastian BachDas wohltemperierte Klavier Band 1 BWV846-BWV869

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Bach, Johann Sebastian

Das wohltemperierte Klavier Band 1 BWV846-BWV869

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Bestellnummer: GN051768
 EAN: 9790700252472
VerlagsartikelNr..: M-700252-47-2
Verlag: E.R.P. Musikverlag Eckart Rahn

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Inhalt

Gebauer, Johannes, ed
Autograph Facimile with all lost Sections
Das wohltemperirte Clavier
Vom ersten Buch des Wohltemperierten Klaviers BWV 846-869 existieren zwei
Autographen, die hier zum ersten Mal in der Musikgeschichte gemeinsam
veröffentlicht werden. Das erste Autograph, geschrieben von J.S. Bach allein,
wird gemeinhin als von1720 bis 1739 datiert. Von dieser Version sind einige
Seiten, Fuge Nr. 13 und Präludium Nr.14, verschollen. Diese wurden in der
vorliegenden Version im modernen Notensatz eingefügt, basierend auf den
besten verfügbaren Quellen.
Das zweite Autograph wird generell auf die Jahre 1740 bis 1759 datiert, wobei
manche Quellen es auch von ca. 1733 bis 1773 datieren. Diese Version -
musikwissenschaftlich als »Müllersches Autograph« bezeichnet - wurde
zumindest eine Dekade vor Bachs Tod begonnen, aber erst eine Dekade oder auch
später nach Bachs Ableben fertiggestellt. Die Schreiber sind Carl Heinrich
Ernst Müller, Anna Magdalena Bach (Bachs zweite Ehefrau), Johann Friedrich
Agricola, Wilhelm Friedemann Bach, J.S. Bach und ein anonymer oder
unbekannter Schreiber, wobei es sich bei Müller und Agricola um zwei von
Bachs Studenten handelt.
Da die Schreiber - über J.S. Bach selbst - enge Verwandte oder Bachs
Studenten waren, muss die zweite Version als ebenso gesichert gelten.
Die Schreiber benutzten verschiedene Papiere und Tinten, durch die die
unterschiedlichen Farbwerte der einzelnen Blätter erklärt sind; die vielen
Flecken mit diffusen Rändern sind durch durchscheinende Tinte der jeweils
anderen Seite eines Blattes verursacht. Die Eisengallustinte, von der wir
wissen, dass Bach sie benutzte und die bis ins frühe 20. Jahrhundert
verbreitet war,
enthält Säurebestandteile, die»Tintenfraß« hervorrufen können; Papierteile
können sich ablösen, wodurch Löcher im Originalblatt entstehen können, über
gewisse Unlesbarkeiten hinweg, die durch Tintenfraß verursacht sind.
Diese Beschädigungen erweisen sich oft als höchst problematisch, wenn man die
Originale restaurieren will oder Abbildungen derselben retuschiert.
Ergänzungen von unleserlichen oder fehlenden Textelementen können zu heftigen
Diskussionen führen. Aber da die beiden Autographen von Buch I, die hier
gemeinsam abgebildet werden, Unzulänglichkeiten an verschiedenen Orten
aufweisen, können Unstimmigkeiten nunmehr durch einen Vergleich der Versionen
leichter Hand geklärt werden.
Die Herausgeber haben sich bemüht, Stempelabdrücke, Bleistiftkritzeleien und
ähnliche »Graffiti der Jahrhunderte«, mit denen sich respektlose Individuen
mit Zugang zu den Originalen zu verewigen suchten, weitgehendst
auszuretuschieren.

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